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Dienstag, 15. Juli 2014

inside Schloss Einstein!
Teil 1: Dramaturgie und Autoren

In den letzten Wochen der Community Zeit wurden im dortigen Forum verschiedene Backstage Berichte veröffentlicht. Geschrieben wurden sie von Ferdinand Dölz, der bei Schloss Einstein den Bruno gespielt hatte. Damit diese interessanten Texte nicht verloren geben, werden wir sie hier nach und nach veröffentlichen.


Marvin ist einer der Dramaturgen für Schloss Einstein. Aber was bedeutet das?
Zuerst einmal gibt es einige Unterschiede zwischen Dramaturgen beim Film und Dramaturgen beim Theater. Die Aufgabe des Film-Dramaturgen besteht darin, eine vorliegende Drehbuchfassung durchzuarbeiten und sich mit allen relevanten Aspekten eines Filmprojekts wie z. B. Figuren, Thema und Struktur ausführlich auseinanderzusetzen und dabei Stärken und Schwächen aufzuzeigen. Im Gegensatz zum Autor sind Dramaturgen nicht für eine einzelne Folge verantwortlich, sondern überblicken den gesamten Staffelverlauf. Marvin und seine Kollegen müssen auch auf die grammatikalische und inhaltliche Richtigkeit achten. Sie können ganze Sätze streichen oder welche hinzufügen, je nach dem, wie es besser klingt. Ganz anders ein Theater-Dramaturg. Der kümmert sich nämlich in enger Abstimmung mit anderen Gewerken um die Auswahl der Schauspieler und der Einrichtung des Textes. Außerdem ist er dafür zuständig, den Spielplan des Theaters zu erarbeiten und ist unter Einbeziehung von Sekundärliteratur für die konzeptionelle Arbeit des Regieteams verantwortlich. Das heißt also ein Dramaturg beim Fernsehen ist nicht der Autor einer Folge oder Serie. Was genau der Dramaturg tut, habe ich euch ja schon erzählt aber was macht denn jetzt ein Autor? Der Autor schreibt die Drehbücher für einen Film, bzw. für eine Serie, welche sich der Dramaturg, wie oben beschrieben, genauer ansieht. Unsere Dramaturgen und Autoren arbeiten nach einem so genannten Buchplan. Dieser gibt vor, wann welches Drehbuch fertig sein sollte. Die komplette Bucharbeit ist ein Prozess, an dem viele weitere Leute mitwirken, über die ich euch in weiteren Kolumnen noch berichten werde, wie zum Beispiel die Redaktion und unsere Produzentin.

Ein kleines Beispiel, wie so eine Geschichte entsteht:
 Nehmen wir dafür Constanze und Dominik. Zuerst überlegen sich die Autoren, was sind Dominik oder Constanze für Personen? Sind sie aufgeweckt, oder eher ruhig? Stehen sie auf Computerspiele oder hängen sie lieber mit Freunden rum? Wenn die Persönlichkeiten der Figuren stehen, kann man sich eine Geschichte ausdenken. Die Streitereien zwischen Constanze und Dominik kennt ihr ja – wie bei normalen Geschwistern halt.. Dann wird überlegt: wie könnten die beiden aneinander geraten und was für eine Geschichte könnte daraus entstehen? Constanze könnte ja versuchen, Dominik vom Einstein zu vergraulen!


Text: Ferdinand Dölz
Bild: Saxonia Media

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